Vom Wimbledon-Wunder eines 17-jährigen Boris Becker bis zu den Rekorden von Federer, Nadal und Djokovic: Diese Porträts fassen zusammen, was die großen Namen des Tennis ausgemacht hat – ihre wichtigsten Titel, ihren Spielstil und ihren Einfluss auf den Sport.
Maria Sharapova
Mit 17 Jahren gewann Maria Sharapova 2004 Wimbledon und wurde über Nacht zum Weltstar. Insgesamt holte sie fünf Grand-Slam-Titel und komplettierte mit dem Sieg bei den French Open 2012 den Karriere-Grand-Slam. 2005 stand sie erstmals an der Spitze der Weltrangliste. Ihr Markenzeichen: ein aggressives Grundlinienspiel mit flachen, harten Schlägen und enormer Wettkampfhärte. Im Februar 2020 beendete sie ihre Karriere.
Anna Kournikova
Anna Kournikova war Ende der 1990er-Jahre eine der bekanntesten Sportlerinnen der Welt. Im Einzel erreichte sie Platz 8 der Weltrangliste, ihre größten Erfolge feierte sie jedoch im Doppel: An der Seite von Martina Hingis gewann sie zweimal die Australian Open und wurde die Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste. Rückenprobleme beendeten ihre Karriere früh. Bis heute gilt sie als Symbolfigur für die Verbindung von Tennis, Mode und Vermarktung.
Roger Federer
Roger Federer prägte das Herrentennis über zwei Jahrzehnte. Er gewann 20 Grand-Slam-Titel, davon acht in Wimbledon – Rekord bei den Herren. 237 Wochen in Folge stand er an der Spitze der Weltrangliste. Seine einhändige Rückhand, das variable Aufschlagspiel und seine Leichtigkeit am Netz machten ihn zum Vorbild für Generationen. 2022 verabschiedete er sich beim Laver Cup in London.
Rafael Nadal
Rafael Nadal ist der „König der Sandplätze“: 14 Titel bei den French Open sind ein Rekord, der wohl lange Bestand haben wird. Insgesamt gewann er 22 Grand-Slam-Titel. Sein extremer Topspin mit der Vorhand, seine Physis und sein Kampfgeist machten ihn zum härtesten Gegner auf Asche. Im November 2024 beendete er seine Karriere beim Davis-Cup-Finale in Málaga.
Novak Djokovic
Novak Djokovic hält mit 24 Grand-Slam-Titeln den Rekord im Herren-Einzel und stand länger an der Spitze der Weltrangliste als jeder andere Spieler. Seine Stärken: die vielleicht beste Rückgabe der Tennisgeschichte, enorme Beweglichkeit und eine außergewöhnliche mentale Stabilität. 2024 krönte er seine Laufbahn mit Olympia-Gold in Paris.
Pete Sampras
Pete Sampras dominierte die 1990er-Jahre: Sechs Jahre in Folge (1993–1998) beendete er die Saison als Nummer 1. Er gewann 14 Grand-Slam-Titel, davon sieben in Wimbledon. Sein Aufschlag und sein Serve-and-Volley-Spiel gelten als Maßstab. Mit dem Sieg bei den US Open 2002 verabschiedete er sich als Champion.
Andre Agassi
Andre Agassi gewann acht Grand-Slam-Titel und als einer der wenigen Spieler alle vier Majors sowie Olympia-Gold (1996) – den sogenannten „Golden Slam“ der Karriere. Berühmt war sein Return, mit dem er selbst die stärksten Aufschläger unter Druck setzte. Seine Autobiografie „Open“ (2009) gilt als eines der besten Sportbücher überhaupt.
Boris Becker
1985 gewann Boris Becker mit 17 Jahren als ungesetzter Spieler Wimbledon – bis heute der jüngste Herrensieger dort. Insgesamt holte er sechs Grand-Slam-Titel, darunter drei in Wimbledon, und führte Deutschland 1988 und 1989 zum Davis-Cup-Sieg. Mit seinem Hechtsprung-Volley und seinem Aufschlag („Bumm-Bumm-Boris“) löste er in Deutschland einen Tennisboom aus. Später war er unter anderem Trainer von Novak Djokovic.
Serena Williams
Serena Williams gewann 23 Grand-Slam-Titel im Einzel – Rekord in der Open Era. Dazu kommen vier olympische Goldmedaillen und zahlreiche Doppeltitel mit ihrer Schwester Venus. Ihr Aufschlag und ihre Athletik veränderten das Damentennis nachhaltig. Nach den US Open 2022 zog sie sich vom Profitennis zurück.
Venus Williams
Venus Williams gewann sieben Grand-Slam-Titel im Einzel, davon fünf in Wimbledon, und wurde 2002 die Nummer 1 der Welt. Gemeinsam mit Serena holte sie 14 Grand-Slam-Titel im Doppel sowie mehrere olympische Goldmedaillen. Abseits des Platzes setzte sie sich erfolgreich für gleiche Preisgelder für Frauen in Wimbledon ein.
Stan Wawrinka
Stan Wawrinka gewann in der Ära der „Big Three“ drei Grand-Slam-Titel: die Australian Open 2014, die French Open 2015 und die US Open 2016. Seine einhändige Rückhand gilt als eine der stärksten der Tennisgeschichte. Mit Roger Federer holte er 2008 olympisches Gold im Doppel und 2014 den Davis Cup für die Schweiz.
Sabine Lisicki
Sabine Lisicki erreichte 2013 das Wimbledon-Finale und begeisterte mit ihrem Rasenspiel. Bekannt ist sie vor allem für ihren Aufschlag: 2014 servierte sie mit rund 211 km/h einen der schnellsten jemals gemessenen Aufschläge im Damentennis.
Lucie Šafářová
Lucie Šafářová stand 2015 im Finale der French Open und gehörte zur Weltspitze im Einzel. Noch erfolgreicher war sie im Doppel: Mit Bethanie Mattek-Sands gewann sie mehrere Grand-Slam-Titel und wurde die Nummer 1 der Doppel-Weltrangliste. Mit Tschechien gewann sie mehrfach den Fed Cup.
Julia Görges
Julia Görges erreichte 2018 das Halbfinale in Wimbledon und kletterte bis auf Platz 9 der Weltrangliste. Mit ihrem kraftvollen Aufschlag und ihrer Vorhand gehörte sie über Jahre zu den besten deutschen Spielerinnen. 2020 beendete sie ihre Karriere.
Bianca Andreescu
Bianca Andreescu schrieb 2019 Geschichte: Als Teenagerin gewann sie Indian Wells, das Turnier in Toronto und schließlich die US Open – im Finale gegen Serena Williams. Damit wurde sie die erste Grand-Slam-Siegerin Kanadas im Einzel.
Wojtek Fibak
Wojtek Fibak war in den 1970er- und 1980er-Jahren einer der erfolgreichsten Spieler Osteuropas und gewann zahlreiche Turniere im Einzel und Doppel, darunter die Australian Open im Doppel. Nach seiner Karriere machte er sich als Kunstsammler und Förderer der Kunst einen Namen.
Andrés Gimeno
Andrés Gimeno gewann 1972 im Alter von 34 Jahren die French Open – damals der älteste Erstsieger eines Grand-Slam-Turniers. Zuvor hatte er viele Jahre als Profi auf der Tour der besten Spieler der Welt gespielt.
Von den Legenden lernen
Viele Stärken der Champions lassen sich auf das eigene Spiel übertragen: das richtige Material, die passende Saitenspannung und eine saubere Technik. Finde mit dem Schläger-Finder das Racket, das zu deinem Spielstil passt, berechne im Besaitungsrechner dein ideales Zuggewicht und vertiefe dein Wissen im Tennis-Ratgeber.